OB sagt Modifizierung des Verfahrens bei der Wiederbesetzung von Stellen zu!

…Und sie bewegt sich doch…Frage ist wann...die Zeit drängt…

Mahnungen und Kampf unserer komba-Personalräte gegen das derzeitige Stellenbesetzungsverfahren und die Wiederbesetzungs (-verhinderungs-) praxis zeigen offenbar Wirkung.

OB Roters jetzt: "Das Verfahren muss modifiziert werden"
(Aussage anlässlich seiner Vorstellungsrunde bei 11)

Allein die Zeitspanne zur Umsetzung eines neuen Verfahrens bleibt – wie so oft – unklar.

Der Stadtvorstand hat am 18.10.2011 festgehalten, dass ein Aufgabenabbau Voraussetzung für ein realistisches Personalkostenmanagement ist - und dass die Wiederbesetzungssperre zu modifizieren ist. In erster Linie jedoch soll die Wiederbesetzungssperre zur Vermittlung von Personal der Priorität 1 dienen.

Eine weitere Arbeitsverdichtung soll vermieden werden.Insbesondere Letzteres wurde jedoch von Anfang an beteuert. Und wie haben Sie es erlebt? Aber:Lippenbekenntnisse allein reichen uns nicht – siehe Krankenstatistik.Deshalb:Wir fordern weiter im Rahmen der Modifizierung folgende Schwachstellen auszuräumen:

  • Aufgabenabbau vor  Stellenabbau auf der Grundlage einer qualifiziert durchgeführten   Personalbedarfsberechnung
  • Aufhebung des Ratsbeschlusses über die grundsätzliche 12monatige Wiederbesetzungssperre
  • sofortige Wiederbesetzung vakanter Stellen, bzw. Einrichtung von V-Stellen bei länger  andauernden Personalausfällen
  • Vereinfachung des Stellenbesetzungsverfahrens, um die hierdurch gebundenen Ressourcen zu entlasten z.B. für den Einsatz der geforderten Prüfung eines Aufgabenabbaus in Verbindung mit  qualifizierten Personalbedarfsberechnungen.

Die komba gewerkschaft köln begrüßt die Bestrebungen der Stadt Köln, Kolleginnen und Kollegen der sogenannten Priorität 1 vorrangig in freie Stellen zu vermitteln und unterstützt diese ausdrücklich. (Dabei sind jedoch auch sachliche Erwägungen der aufnehmenden Dienststellen zu berücksichtigen.)

Wir appellieren eindringlich an die Verwaltung, diese Forderungen zu berücksichtigen um Gesundheit und Motivation der Beschäftigten dieser Verwaltung wieder zu stärken.

Dazu gehören auch:

  • Aufhebung des personalwirtschaftlichen Befristungsgrundsatzes der Arbeitsverhältnisse
  • Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden und Anwärter nach bestandener Prüfung.

Unser Schreiben an den Oberbürgermeister Jürgen Roters und an die Fraktionen des Rates der Stadt Köln.

Diskussion im Rat am 13.10.2011
Ratsantrag AN/1772/2011

Gesundheit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Prävention vor Reaktion!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die komba gewerkschaft köln hat erfahren, dass der Rat der Stadt Köln die Problematik der steigenden Krankheitsausfälle bei der Stadtverwaltung Köln aufgegriffen und diesbezüglich einen Antrag für die Ratssitzung am 13.10.2011 vorliegt.

Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative aus dem politischen Umfeld, sich der Problematik der steigenden Krankenstände anzunehmen und der Entwicklung gegenzusteuern. In dem Antrag wird auch auf die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung eingegangen. Diese Maßnahmen sind zwar begrüßenswert, aber sie bekämpfen nicht die Ursache des Problems. Und solange dies nicht geschieht, kommen wir einer Lösung nicht näher.

Wir möchten deshalb unsere Sicht der Situation darstellen und bitten, diese Stellungnahme bei den weiteren Überlegungen zu berücksichtigen:

Aufgrund vieler Gespräche mit Amtsleitern, Vorgesetzten, Personalstellen und Betroffenen selbst ist die fortschreitende Arbeitsverdichtung in Verbindung mit dem entstandenen Reizklima und einer Situation der Ausweglosigkeit, Ursache der Entwicklung. Dies gilt es jedoch offenzulegen.

Deshalb begrüßen wir den Ansatz, die Hintergründe des immensen Krankenstandes bei der Stadtverwaltung Köln zu analysieren und auf Grundlage dieser Analyse konkrete Vorschläge für eine Prävention zu erarbeiten. Wir bitten jedoch zu berücksichtigen, dass externe Berater, Analysten oder Forschungsprojekte einer Universität erst zeitaufwändig einen Istzustand, bzw. die Rahmenbedingungen, Aufgabenstruktur usw. erfassen müssen. Die Erfahrungen anderer Einrichtungen oder Konzerne können nicht auf die Besonderheiten in einer Großstadtverwaltung übertragen werden. Hier gilt es ganz andere Herausforderungen zu bestreiten. In einer Großstadtverwaltung bewegen wir uns in dem Spannungsfeld, dem Bürger gerecht zu werden, stets im Blick und in der Kritik der Öffentlichkeit zu stehen, gesetzlich vorgegebene Aufgaben zu erledigen, politische Beschlüsse umzusetzen.

Damit verbunden ist eine mannigfaltige Aufgabenstellung - oder – eine immense Produktvielfalt, die von keinem anderen Konzern angeboten wird. So unterschiedlich die „Produkte“ sind, so unterschiedlich sind die Anforderungen und Besonderheiten am einzelnen Arbeitsplatz, die von Außenstehenden erst erfasst und verstanden werden müssen.

Wir empfehlen deshalb dringend, eine stadtinterne Arbeitsgruppe unter Einbindung der Personalvertretung und der Arbeitsmedizin mit der Aufgabe zu beauftragen, die auf Grundlage einer bereichsbezogenen Ermittlung der Krankenstände im Kontext zur jeweiligen Arbeitssituation die Fehlentwicklungen ermittelt, analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Eine Umfrage des Städtetages bei den wichtigsten Großstädten über einschlägige/vergleichbare Erfahrungen zu der Problematik wäre sicher auch hilfreich.

Eins noch:
Die Kolleginnen und Kollegen dieser Stadtverwaltung – und damit sind auch Führungskräfte gemeint, brauchen eine schnelle Lösung!Das Wasser steht ihnen in vielen Bereichen bis zum Hals.

 

 

 

15 gute Gründe für die komba gewerkschaft köln bei Personalratswahlen zu kandidieren

  • komba Personalratsmitglieder sind eine starke Gemeinschaft
  • komba Personalratsmitglieder treten für die Interessen der Beschäftigten ein und nehmen die Rechte der Beschäftigten objektiv wahr
  • komba Personalratsmitglieder sind nicht am Gängelband ihrer Gewerkschaft
  • komba Personalräte werden nicht von oben herab bestimmt. Keine Einflussnahme von außen
  • komba gewerkschaft gewährt kostenlos Rechtsberatung
  • komba gewerkschaft gewährt Rechtsschutz in allen Fragen die mit dem Dienst/der Arbeit zusammenhängen
  • komba gewerkschaft unterstützt die Personalräte durch Rechtsberatung, Schulung und Information
  • komba gewerkschaft ist für die Einführung leistungsorientierter Bezahlungssysteme
  • komba gewerkschaft tritt ein für eine Verbesserung der Finanzsituation der Kommunen, damit die Sparwut ein Ende hat
  • komba/dbb Vertreter werden als Spitzenorganisation bei allgemeinen beamtenrechtlichen Regelungen durch die Landes- und Bundesgesetzgeber beteiligt
  • komba Vertreter nehmen an Tarifverhandlungen teil
  • komba gewerkschaft zahlt Streikgeld bei Warnstreik und Streik
  • komba gewerkschaft ist für den Erhalt des Berufsbeamtentums
  • komba/dbb setzen sich für Reformen des öffentlichen Dienstes unter Erhaltung des Berufsbeamtentums ein
  • komba ist eine starke gewerkschaft
  • Über 37.000 Mitglieder in Nordrhein-Westfalen und Verbund mit 1,2 Mio. Mitgliedern im dbb sprechen für sich.

Weitere Informationen

Tagung in Hamburg

komba-Mitglieder werden in folgenden Bereichen vertreten

  • Stadtverwaltung Köln
  • Gesamtpersonalrat
  • Stadtentwässerungsbetriebe Köln (STEB)
  • ARbeitsGEmeinschaft Köln (ARGE)
  • Handwerkskammer zu Köln (HWK)