Vereinbarkeiten

Frauen führen den Haushalt - Frauen bekommen und erziehen die Kinder - Frauen opfern sich für die Familie: So selbstverständlich wie diese Rollenverteilung von den meisten Menschen hingenommen wird und zum Teil ja auch nicht veränderbar ist, so selbstverständlich ist es, daß daraus Nachteile für die berufliche Entwicklung entstehen. Familie und Haushalt unter einen Hut zu bringen ist oft genauso unmöglich, wie nach einer längeren Beurlaubung wieder den Anschluß an die frühere Berufstätigkeit zu finden.

Trotz 40 Jahre Grundgesetz, das die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zum Grundrecht erhebt, gibt es immer noch Benachteiligungen:

  • Frauen haben es schwerer, einen familienfreundlichen Arbeitsplatz zu finden.
  • Frauen verdienen oft weniger als Männer.
  • Noch immer werden Männer bei Beförderungen bevorzugt.
  • Frauen sind in Entscheidungsgremien unterrepräsentiert.
  • Frauen sind in Führungspositionen kaum vorhanden. 

Überall kämpfen Frauen für die Verbesserung ihrer Chancen. Nur langsam wächst allgemein das Verständnis dafür, daß den Frauen reelle Chancen geboten werden müssen, ihre Benachteiligung auszugleichen. Vereinzelt werden Frauenförderpläne geschaffen, die gezielte Maßnahmen festlegen, um Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern herzustellen. Auch bei der Stadtverwaltung Köln existiert ein solcher Plan, mehr oder weniger erfolgreich durchgesetzt durch das Frauenamt der Stadt Köln.

Dennoch können solche Fortschritte nicht darüber hinwegtäuschen, daß es noch vieler Anstrengungen bedarf, die Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Deshalb haben die in der komba gewerkschaft organisierten Frauen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene Frauenausschüsse gebildet, um die gewerkschaftlichen Möglichkeiten für eine Beseitigung bestehender Benachteiligung zu nutzen.

Auf örtlicher Ebene in Köln hat sich kein Frauenauschuß gebildet. Versuche, Frauen zur Mitarbeit in den Gremien zu bewegen, sind gescheitert, vielleicht auch deshalb, weil frauenrelevante Themen in anderen Gremien der Stadtverwaltung Köln diskutiert werden, und hierbei auch komba-Frauen entscheidend mitsprechen.

Die komba gewerkschaft ist davon überzeugt, daß Frauen für sich selbst eintreten müssen und ihre Probleme nicht allein Männern überlassen dürfen. Sie setzt sich deshalb für eine stärkere unmittelbare Beteiligung der Frauen auch in den eigenen Führungsgremien ein.

Mit ihren Forderungen steht die komba gewerkschaft nicht allein. Sie arbeitet eng mit der Frauenvertretung des deutschen beamtenbundes dbb und mit anderen Frauenorganisationen zusammen.

In Köln hat jede Frau die Möglichkeit, sich direkt an den Vorstand der komba gewerkschaft zu wenden und ihr Anliegen/ ihr Problem sebst vorzutragen.


Wir setzen uns ein für:

  • Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf und in der Gesellschaft - auch in höheren Positionen müssen Frauen entsprechend ihrem Anteil in der jeweiligen Berufsgruppe bzw. ihrem Anteil in der Bevölkerung vertreten sein.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch
    • Schaffung von mehr Kindertagesstättenplätzen (vor allem für die unter 3- und über 6-jährigen Kinder) - z.Z. ist es vielen Frauen unmöglich, wieder in das Berufsleben zurückzukehren, weil sie ihre Kinder nicht versorgt wissen.
    • Flexiblere Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten - Kindertagesstätten müssen sich auf Teilzeitbeschäftigung und Schichtdienst der arbeitenden Mütter einstellen.
    • Flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit.
  • Förderung der beruflichen Chancen von Frauen durch entsprechende Maßnahmen der beruflichen Fortbildung - Seminare für Mutter und Kind, sowie zur Wiederauffrischung von beruflichen Kenntnissen sind erforderlich.
  • Schaffung und Umsetzung von Frauenförderplänen - die öffentlichen Arbeitgeber müssen zu einer planmäßigen Berufsförderung von Frauen verpflichtet werden, wie dies bereits in Köln praktiziert wird.

Ansprechpartner

komba und Frauen

Das Rollenverständnis von Frauen verändert sich kontinuierlich. Frau werden immer berufsorientierter - nicht zuletzt durch finanzielle Umfeldeinflüsse. Die komba gewerkschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die besondere Situation der Frau im Beruf zu verbessern. Sie setzt sich als Interessenvertretung für die über 13000 weiblichen Mitglieder in nrw für die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen in Beruf und Gesellschaft ein und will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und sichern.

Ansprechpartnerinnen:

dbb Frauen
Friedrichstraße 169
10117 Berlin
Tel.: 0 30 / 40 81 44 00

komba frauen nrw
frauen@komba.de