Irgendwie anders... denn gemeinsam erreichen wir mehr!

komba - das ist die Gewerkschaft für den Kommunal- und Landesdienst. Wir organisieren Arbeitnehmer und Beamte in den Gemeinden und Ländern sowie in den nachgeordneten Betrieben und Einrichtungen.

Im Klartext auf Köln bezogen heißt das, wir organisieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Stadtverwaltung Köln beschäftigt sind - und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den städtisch bestimmten Betrieben arbeiten.

Die KOMBA beschränkt sich in der gewerkschaftlichen Interessenvertretung nicht nur auf eine Gruppe, wie es beispielsweise der Marburger Bund macht. Dementsprechend beschränkt er sich für den Personenkreis der Ärzte nur auf die individuelle Interessenvertretung, eine kollektive Interessenvertretung für Arbeitnehmer und Beamte findet beim Marburger Bund nicht statt.

Die komba gewerkschaft unterstützt das Nebeneinander beider Statusgruppen. Das unterscheidet uns wiederum von der verdi. Sie organisiert zwar Beamte, gleichzeitig will sie jedoch die Inhalte des Berufsbeamtentums so verändern, daß damit de facto das Berufsbeamtentum selbst abgeschafft wird.

Die solidarische Einheit von Arbeitnehmern und Beamten bildet nach unserer Auffassung die einzig sinnvolle Basis, den öffentlichen Dienst wirksam zu vertreten. Daß dabei wegen der unterschiedlichen Statusgrundlagen für die beiden Gruppen manchmal unterschiedliche Wege gegangen werden müssen, empfinden wir nicht als Mangel, sondern eher als Stärkung unserer Gewerkschaftsarbeit. Wenn der eine Weg nicht zum Ziel führt, dann versuchen wir es mit einem Anderen.

So war es in der Vergangenheit fast regelmäßig so, daß lineare Einkommensverbesserungen zwischen den Tarifpartnern - teilweise nach Streik oder Streikandrohung - für Arbeitnehmer ausgehandelt und dann durch Gesetz auf Beamte übertragen wurden. Strukturelle Verbesserungen - z.B. bei den Tarifklassen im Ortszuschlag, bei der Einstufung bestimmter Berufsgruppen oder die Einführung der Harmonisierungszulagen und neuerdings ihre Einbeziehung in die Grundgehälter - wurden jedoch fast immer zunächst für Beamte erreicht und dann auf die Arbeitnehmer übertragen.

Moderne Tradition

Wir sind eine Fachgewerkschaft, die speziell dem öffentlichen Dienst verpflichtet ist. Unsere gewerkschaftlichen Ziele und Forderungen konzentrieren sich deshalb auf die besondere Interessenlage des öffentlichen Dienstes. Wir befinden uns nicht, wie unsere gewerkschaftlichen Konkurrenzorganisationen, in einer Solidargemeinschaft mit Gewerkschaften außerhalb des öffentlichen Dienstes. Wir brauchen deshalb z.B. nicht zu fragen, ob es den Interessen der Beschäftigten im Einzelhandel entgegenwirkt, wenn wir für den öffentlichen Dienst den freien Freitagnachmittag fordern - und das Beispiel Köln zeigt dies - auch durchsetzen können.

Der öffentliche Dienst ist dem Gemeinwohl verpflichtet; er steht in einer besonderen Verpflichtung zum Bürger und in Abhängigkeit von ihm. Daraus entsteht für die Beschäftigten eine besondere Situation, die nicht mit der von Beschäftigten außerhalb des öffentlichen Dienstes vergleichbar ist. Auf diese spezielle Interessenlage konzentriert sich die komba gewerkschaft und ihre Gewerkschaftsarbeit. Um die Interessen unserer Mitglieder wirksam vertreten zu können, haben wir uns auf Länder- und Bundesebene mit anderen Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes ( z.B. der Steuergewerkschaft, dem Philologenverband, Eisenbahnern und Postlern und viele mehr ) im dbb deutscher beamtenbund und tarifunion zusammengeschlossen. Da bei uns Gewerkschaftspolitik "von Unten" praktiziert wird, bedeutet dieser Zusammenschluß keine Knebelung, sondern eine Erweiterung der Möglichkeiten, für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes tätig zu sein.

  • Organisation von Arbeitnehmern und Beamten
  • komba unterstützt das Nebeneinander der beiden Statusgruppen
  • Zusammenschluss mit anderen Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes im dbb deutschen beamtenbund und tarifunion