Herzlichen Dank für Ihre überwältigende Teilnahme.

Aufgrund der Warnstreiks und der damit verbundenen Mehrarbeit, Warnstreikvorbereitung, Durckführung und Abrechnung des Warnstreikgeldes, bitten wir es zu entschuldigen, dass hier noch keine Ergebnisse vorliegen.

Wir werden die Studie auswerten und Sie an dieser Stelle über Ergebnisse informieren.

Sehr geehrte Kollegin,
sehr geehrter Kollege,

seit Jahren beschäftigen wir uns als Gewerkschaft mit den latenten Problemen der Verwaltung, und hier vor allem mit den Problemen der Beschäftigten, den Problemen der Menschen, die durch Ihre Mitgliedschaft unsere Arbeit unterstützen und finanzieren.

Immer wieder, eigentlich bei allen Mängeln, die wir feststellen, werden die Ursachen für entstandene Probleme in einer mangelhaften personellen Ausstattung der Verwaltung und in fehlender sozialer Kompetenz der Vorgesetzten manifestiert.

Ist das wirklich so – sind das die einzigen Ursachen, oder sind es zumindest die grundsätzlichen Ursachen für die auftauchenden Probleme?

Sicher ist: die mangelhafte Personalressource ist die Ursache für viele Fehler in der Verwaltung die vom Bürger immer wieder wahrgenommen werden, publiziert und verstärkt werden. Und es ist leider so, dass es in erster Linie immer der Personalhaushalt der Verwaltung ist, der zur Deckung von Unterfinanzierungen herangezogen wird. Es ist auch so, dass politische Mandatsträger oft ohne Detailwissen die Verwaltung mit Aufgaben belasten die dazu geeignet sind, Verzweiflung hervorzurufen. Vor allem dann, wenn die monitären Träume von Mandatsträgern sich bei der Refinanzierung ideenlos beim Personalhaushalt wiederfinden. Leicht werden hier übereinstimmend immer wieder Grenzen des noch vertretbaren überschritten mit der Folge einer weiteren Leistungseinschränkung der Verwaltung. Forderungen sind leicht zu formulieren, vor allem wenn die Refinanzierung auf dem Papier steht und „andere“ die Träume ausbaden dürfen oder müssen.

So ist es dringend an der Zeit, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam vor willkürlicher Geldausgabe und unseriösen Finanzierungen schützen müssen – sonst wird das nichts mit einer Arbeit, die der Bürger von uns erwartet: schnell, qualitativ gut, bürgerorientiert. Leichter gesagt als getan wenn die Abhängigkeiten und Zukunftsperspektiven derart verwoben sind, wie wir sie bei der Kommunalverwaltung vorfinden.

Vielleicht ist es ein erster Hinweis auf eine Solidarität, wenn in Sachen „Krankenstand“ man gemeinsam an Lösungen arbeitet. Zu wenig insgesamt – die Zeitressource für Studien und zusätzliche Gutachten steht eigentlich nicht zur Verfügung. Nebenbei: Die finanzielle Ressource auch nicht. Unsere Kienbaum-Erfahrung läßt uns an externen Studien zweifeln. Eine Studie die sich an unzutreffenden Fakten orientiert ist ihr Geld nicht wert. Wir wissen alle, dass in Köln Karneval gefeiert wird. Es gibt aber neben diesen „großen“ Dingen einen zweiten Bereich, der in der Vergangenheit vernachlässigt wurde, der unseres Erachtens aber wesentlich zur Arbeitszufriedenheit beiträgt: Das Betriebsklima. Und hierfür sind wir, bestimmt zwar von äußeren Einflüssen, zu einem Teil selbst mitverantwortlich.

Es sind oft die Kleinigkeiten am Arbeitsplatz, im Amt, die das Leben beschweren und belasten. „Ja wenn das nicht wäre, dann könnte man es hier aushalten“.

Diesen Kleinigkeiten wollen wir auf die Spur kommen und benötigen dazu Ihre Hilfe. Man kann nichts ändern (oder zumindest versuchen eine Hilfestellung zu leisten) wenn man die Probleme nicht kennt. Unsere Personalräte, das erfahren wir immer wieder, kommen oft den Missständen nur durch zufällige Auffälligkeiten auf die Spur. Das wollen wir versuchen zu ändern.

Eine Umfrage, deren erster Teil nun vor Ihnen liegt, soll durch regelmäßige konsequente Wiederholung die Arbeitssituation in der Veränderung wiederspiegeln. Sie soll ein Monitoring (Schlichter: Vergleich einer Situation) gewährleisten mit dem Entwicklungen auch direkt am Arbeitsplatz aufgenommen werden können und Hilfestellungen früher möglich machen.

Und es soll Veränderung deutlich machen, ein Stimmungsbild wiedergeben. Vor allem soll es aber auch Ihre Lösungsansätze einfließen lassen. Wir wollen auch diejenigen Beschäftigten berücksichtigen, die nicht laut und mit Protest ihren Unmut artikulieren. Die Beschäftigten, die bei Veranstaltungen zu besonderen Problemkreisen nicht anwesend sind. Es ist nicht jedermanns Sache öffentlich zu diskutieren und auch nicht jedermanns Sache öffentlich zu protestieren oder auch nur mal zu jammern. Und der Besuch solcher Veranstaltungen zeigt deutlich: Der überwiegende Teil der Beschäftigten nimmt nicht teil, egal aus welchem Grund. Bei dem einen ist es Informationsmangel, beim anderen ein reines Zeitproblem, beim Dritten ein Wertungsproblem. Die Familie hat auch ihren Anspruch.

Wir bitten Sie daher uns bei dieser Umfrage zu unterstützen.

Natürlich sind auch intensivere Auseinandersetzungen möglich und erwünscht. Treten Sie mit uns per E-Mail in Kontakt.

Die E-Mail Adresse: zufrieden@komba-koeln.de.

Zur Zufriedenheitsstudie (einfach anklicken):

Vielen Dank.
Ihre komba köln                                                          Köln, Januar 2012